| Aar |
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Aar - Adler
Am westlichen Tor von Odins Halle Walhall hängt ein Wolf, darüber dräut ein Adler (Edda, Grimnirlied 10).
Ein Adler sitzt im Geäst der Esche Yggdrasill. Seine Worte trägt das Eichhörnchen Ratatöskr zu dem unten an der Wurzel sitzenden Drachen Niddhögg.
Er steht für alles gute in der Welt und ist der Gegenpol zu Nidhögg, der widderrum alles Böse repräsentiert.
Der Riese Hräswelg ist ein riesiger Adler, der mit seinen Flügeln den Wind erzeugt (Edda, Wafthrudnirlied 36f.).
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| Aaskereia |
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Zwölf Nächte
Die Zwölfnächte Aaskereia, die Nächte zwischen 25.12. und 6.1., werden auch geweihte Nächte, Rauhnächte oder Rauchnächte genannt. Die erscheinenden wiederkehrende Seelen und Geister werden bewirtet oder durch Räuchern, Lärmen oder Kreuzeszeichen abgewehrt.
Als Lostage werden diese Nächte für eine Prognose des kommenden Jahres genutzt. Jede der zwölf Nächte entspricht dabei einem der zwölf Monate.
Wilde Jagd, Wütendes Heer
Die Seelen Verstorbener sollen das Gefolge bilden (Totenheer), ferner Schweine, Hasen und andere Tiere. Dem Heer von 432.000 Geistern eilen 24 schwarze Hunde bellend voraus.
Die Wilde Jagd geht vorzugsweise in den Zwölf Nächten zwischen Weihnachten und Dreikönigstag, beginnt aber auch in der als Jahreswechsel gedachten längsten Nacht des Jahres, der Thomasnacht zum 21. Dezember. Daher kann man davon ausgehen, dass die Christen dieses Fest übernommen haben und das heutige Weihnachten daraus gemacht haben.
Im deutschen Volksglauben nannte man Wuotanes her (mdh. nach Wuotan „der Wütende”) ein Geisterheer, das nachts mit Jagdrufen und Hundegebell durch die Luft braust, geführt vom Wilden Jäger, Wuotan. Für diesen gibt es auch die Bezeichnungen Wode, Heiljäger, Hackelbernt und viele andere. Meistens zeigt er sich bei dieser Gelegenheit zu Pferde in Hut und Mantel. Nicht nur Wuotan, auch die Göttin Holda zieht auf diese Weise durch die Zwölfen.
Dieser Umzug heißt auch Aaskereia (von asgardreida „der asgardische Zug”, „Fahrt nach Asgard” nach den nordischen Vorstellungen von den Walküren (Grimm 1992, Bd. II, S. 791). Diesen Bezug zum Tod hatte auch das Heer der von Tacitus erwähnten Harier: „Ihre Schilde sind schwarz, ihre Leiber bemalt; für ihre Kämpfe wählen sie finstere Nächte und verbreiten schon durch das Schreckhafte und Düstere ihres Geisterheeres Entsetzen (...)” (Tacitus 1991, 43)
„Die schreckende tracht der Harier mahnt an die todtenkopfreiter. zu anfang des 30j. Krieges gab es bairische reiter, die unüberwindlich genannt wurden, mit schwarzen pferden, schwarzer kleidung und am schwarzen helm einen weißen todtenkopf. (...) Friedrich der große hatte ein regiment todtenkopfhusaren. in neuester zeit denke man an die Lützowsche freischar, die schwarzen jäger, die braunschweigschen husaren.” (Grimm 1992, Bd. III, S. 284)
Ein Wilder Jäger, der im Raum Schleswig sein Wesen treibt, ist der König Abel, bei Kalundborg in Dänemark (Seeland) reitet Christian der Zweite auf einem weißen Pferd, in seiner Begleitung sind schwarze Hunde. In diesem Zusammenhang mag auch der durch Theodor Storms Novelle bekannte Schimmelreiter zu sehen sein.
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| Aegir |
(Agjiwar) Gott des Meeres und Gemahl der Ran. Mit ihr hat Aegir 9 Töchter, die Wellen. Verehrt und gleichzeitig geführchtet von den Seglern die glaubten er lebe auf der Oberfläche um Männer und Habgut auf den Grund des Ozeans zu ziehn. Ihm wurden oft Opfer in Form von Sträflingen die man über Bord warf gebracht, bevor man lossegelte. |
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| Aegirs Töchter |
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Die Aegirstöchter sind die neun Töchter der Meeresgöttin Ran und des Meeresriesen Ægir.
Sie gelten als Wogen des Meeres. Sie helfen ihren Vater das Bier für die Feste zu brauen.
Gemeinsam haben die Schwestern als Wellen des Meeres, mit Odin, den Gott Heimdall geboren.
Die Namen der Aegirstöchter sind:
- Angeya (Angeyja) - Atla - Eistla - Eyrgjafa - Gjalp - Greip - Iarnsaxe - Imd - Ulfrun.
Gjalp und Greip heißen auch zwei Töchter des Riesen Geirröd.
nach anderen Informationen könnten sie auch so heißen:
- Himinglära (die Himmelsglänzende) - Blodughadda (Blutig-Haar) - Hefring (die sich Hebende) - Kolga (die Kalte) - Dufa - Udr - Hrönn - Bylgja - Bara (letztere 5 sind Synonyme für Welle)
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| Aesir (Asen) |
Überbegriff für das primäre Göttergeschlecht der Wikinger. Aesir kommt von der alten-Tetonischen Wort 'Ase', welches das Word für Gott darstellte.
Die Asen sind die Hauptgötter des Nordischen Pantheons. Sie erschufen die Menschen und greifen aktiv in ihre Geschicke ein. Sie wohnen in Asgard, der Burg der Götter, die Menschen bewohnen Midgard, Utgard ist dem Riesengeschlecht vorbehalten. Den Asen zur Seite stehen die älteren Wanen, die Naturgötter. Beide kämpfen gegen die Kräfte des Bösen, das Geschlecht der Riesen, die auf die Vernichtung der Welt und der Götter, Ragnarök, hinarbeiten.
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| Agnar |
Agnar ist der zehnjährige Sohn des Königs Geirröd, sein Bruder ist Helmgunther. Als der Gott Odin unerkannt und unter dem Decknamen Grimnir seinen Schützling Geirröd besuchte, von dem aber schnöde behandelt wurde und tagelang zwischen zwei Feuern inmitten Geirröds Halle sitzen musste, hielt einzig Agnar dem Gast gegenüber die Sitte und brachte dem Fremdling zu essen und trinken.
Als Geirröd ihn endlich erkannt hatte und darüber erschrocken in das eigene Schwert gestürzt war, folgte ihm Agnar in der Herrschaft nach (Edda, Grimnirlied). |
| Alaisiagae |
Nordische Kriegsgöttin. |
| Alben |
Alben (Alfen, Elben, Elfen, lat. albus „weiß”; indogerman. albh- „glänzend”, „Lichte Nebelgestalt”?) In dieser Gattung finden sich Geister mit den unterschiedlichsten Eigenschaften. In der germanischen Sage und im Märchen sind die Alben Lichtgestalten, Mittelwesen zwischen Menschen und Göttern in Erde, Wasser und Luft. Als Lichtalben verkörpern sie Helligkeit, als Dunkelalben die Dunkelheit. Hierher gehören zum Beispiel die Zwerge.
Arten von Alben / Elfen sind die zahlreichen Naturgeister, etwa die Wassermänner, die Moosfrauen oder die ganze Verwandtschaft der Feldgeister, bei den Griechen zählen hierzu Satyrn oder Nymphen.
Im Umfeld des Menschen leben Hausgeister, beispielsweise der Klabautermann, Poltergeister oder die altrömischen Penaten. Ihre Erscheinung kann jung und schön oder alt und häßlich sein, Glück und Wohlstand, Krankheit oder Tod bringen.
Bodmer und Wieland übernahmen in ihren Übersetzungen aus dem Englischen (Milton, Shakespeare) die englische Wortform elf. Die Vorstellung von einem Elfen-König steckt im Namen Alberich (-rich König), ebenso im Elverkonge der dänischen Volksballade, was Herder als Ellerkonge (Erl[en]könig) auffaßt.
Denn wie die Reiche der Zwerge sind auch die der lichten Alben monarchisch verfaßt. Königin des Huldrevolkes ist die Huldra, Die Feenkönigin ist aus dem Märchen geläufug, aus dem englischen stammt die Fairy Queen. Wölundur (dt. Wieland) wird einmal als König der Alben bezeichnet, Wagner nennt seinen Albenkönig Alberich, Shakespeare Oberon.
Die Alben der nordischen Mythologie sind die Alfr, die den Asen nahestehen und in Alfrheimr (Lichtelbenheim) wohnen.
Der Edda-Dichter Snorri nennt Dunkel- und Lichtalben, letztere gelten als die schönsten Wesen. So ähneln sie christlich geprägter Kategorisierung lichter Engel und finsterer Dämonen. Vielfach sind die oft namenlosen Alben Repräsentanten von Fruchtbarkeit und Tod mit entsprechenden Kulten.
In vielen Ortsnamen deuten alb und elf/elb etc. auf diese Wesen (z. B. Elbe).

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| Alberich |
Ein Zwergenkönig der ein unterirdisches Schloss aus Stein besass, welches mit Edelsteinen und Metall geschmückt war. Er bewachte den Nibelungen Hort und war ein mächtiger Magier. Er überbrachte Siegfried das Schwert Balmung und einen Umhang der ihm Unsichtbarkeit verlieh. Frey erhielt das Amulett Brisingamen zusammen mit Draupnir, Odins Ring und dem magischen Schwert Tyrfing. |
| Alfheim |
(Elfenheim) ist eine der neun Welten der Nordischen Mythologie. Sie liegt auf demn höchsten Level des Wikingeruniversum, zusammen mit Asgard und Vanaheim. Alfheim ist der Palast des Gottes Freyr und Heimatland der Lichtelfen. |
| Alfhild |
Eine Frau die angezogen war wie ein Krieger und von König Alf begehert wurde. Aber sie wollte ihn nur dann heiraten, wenn er im Kampf um Leben und Tod mit ihr (fast) gewinnen würde. |
| Alfrigg |
Alfrigg heißt der Zwerg, der als einer der vier Schmiede von Freyjas Halsband genannt werden.Um diesen kostbaren Halsschmuck zu erwerben, hatte die Göttin mit jedem von ihnen eine Nacht zu verbringen. Die anderen waren Berlingr, Dvalinn und Grerr. |
| Alfrodull |
So wird die Sonne genannt, übersetzt: Sieg der Elfen. Man dachte die Sonne sei ein Wagen der von einem Mädchen gefahren wurde, und von zwei Pferden Arvak und Alsvid gezogen wurde. Weil sie von einem Wolf verfolgt wurde (Skoll) fuhr sie so schnell sie konnte. Bevor die Welt endete gebar sie eine Tochter. Später wurde sie von Skoll gefressen, und ihre Tochter nahm ihren Platz ein. Die Göttin Sol steht auch als Zeichen der Sonne. |
| Alsvidr & Arwakr |
Alsvidr und Arwakr (Alswinn und Arwakr „Allbehend” und „Frühwach”) Sie sind in der nordgermanischen Mythologie die beiden Pferde, die den Wagen der Sonne ziehen.
Damit sie ihr wunderbares Werk verrichten können, sind Arwaker ins Ohr, Alswinn in den Huf Runen eingeritzt (Edda, Runenlehren). Überdies schützt sie der Schild Sänftiger vor der Gluthitze der Sonne (Edda, Grimnismal 35f.).
Dabei werden sie beständig von dem sie zur Eile antreibenden Wolf Skalli verfolgt, während Hati ihr voran läuft und den Mond Mani jagd.
Zu Ragnarök wird Skalli sie einholen und verschlingen. |
| Alvis |
Alvis (Alviss,Alwis, nord. „der Allweise”)
Alwis ist nur aus dem Alwislied (Alvissmal) der Edda bekannt.
Ganz gegen seine Gewohnheit sich mit Riesen zu messen, versucht sich der Ase Thor an einem Dvergr, wovon das Alwislied berichtet.
Alwis kommt darin zu Thor, um sich dessen ihm versprochene Tochter Thrud, als Bezahlung für die von Alvis geschmiedeten Waffen, zur Frau zu holen. Das aber missfiel Thor und er musste Thor nun all die verschiedenen Wörter nennen, die Alben, Riesen, Menschen, Götter u.s.w. in ihren Welten für allerlei Dinge verwenden. Alwis besteht diesen Vokabeltest, wird jedoch von der aufgehenden Sonne überrascht, die er als lichtempfindliches Wesen nicht verträgt, und zu Stein verwandelt.

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| Andhrimnir |

Er war der Koch der Asen und der Enherjar.
Jeden Abend schlachtete er den kosmischen Eber Sahrimnir und kochte ihn im magischen Topf Eldhrimnir. Diese Eber stand jede Nacht zu neuem Leben um am nächsten Tag wieder geschlachtet zu werden.
Die Milch, welche von der Ziege Heidrun (sie lebt auf der Krone Yggdrasils und frisst dessen Blätter) kommt, ist eine der Grundbestandteile für das Getränk der Götter. |
| Andvaranaut |
Verfluchter Ring
Der Ring Andvarinaut erzeugte wie Draupnir viel Gold, war aber mit Andvaris bösem Fluch belegt. Hreidmar, der den Ring von Loki als Wergeld verlangte, war erstes Opfer: Er starb durch die Hand seines Sohns Fafnir, der das Gold begehrte. Dieser verwandelte sich in einem bösen Drachen, um den Schatz zu bewachen. Als der jugendliche Held Siegfried den Drachen tötete, ging mit dem wunderbaren Schatz auch der schreckliche Fluch auf ihn über. |
| Andvari |

Andvari (Andwari, Andawari, nord. "Der Vorsichtige") Ein Dvergr (Zwerg) der nordischen Heldensage. Er ist Sohn des Oïn.Andvari war der reichste der Zwerge.
Andwari mußte laut Spruch der Nornen in einen Hecht verwandelt am Wasserfall Andwarafors leben. Einmal fängt ihn Loki mit einem Netz, das der von der Meersgöttin Ran geborgt hatte. Der Gott fordert von ihm für seine Freilassung all sein Gold.
Andwari gibt seinen Schatz heraus. Hätte er seine wunderbaren Ring Andwaranaut zurückbehalten dürfen, wäre aus dem neues Gold gekommen. Loki nimmt ihm aber auch dieses Kleinod ab und vor Wut belegte der Zwerg den Ring aber mit einem schrecklichen Fluch, der jeden Träger des Ringes ins Verderben stürzen würde:
Das Gold soll, das Gust hatte, Brüdern zwein bringen den Tod
und acht Fürsten Fehde wecken; niemanden nütze mein Gut! (Edda, Lied vom Drachenhort, 5)
Nun wieder ein Zwerg verschwindet Andwari in einem Stein.
Und an dieser Stelle setzt die Nibelungensage ein: Loki gab den Ring Hreidmar, einem Zwerg. Dieser wurde von seinem Sohn Fafnir ermordet. Dieser mutierte zum Drachen und wurde von Sigurd (Siegfried) erschlagen. Sigurd wiederum wurde auch ermordet. Und so zieht sich der Fluch von Andvari durch viele Generationen. |
| Angrboda |

Angrboda oder Angurboda (nord. „Unheilsbringerin”, "Die Kummer Bereitende" ). Eine Reifriesin in der nordgermanischen Mythologie.
Mit der Angrboda zeugte Loki drei unheimliche und schreckliche Geschwister: die Todesgöttin Hel, die Jörmungand (Midgardschlange) und den Fenriswolf. Sie hat aber auch einen erstgeborenen Sohn, namens Managarm, ein Wolf, dieser bringt die gefallenen Krieger nach Walhalla.
Diese drei Kinder bedeuteten auch für die Götter Gefahr. Man begab sich in Angrbodas Halle, fesselte die Riesin und brachte Hel, Schlange und Wolf nach Asgard. Die Hel bannte man in die Unterwelt, wo sie Totengöttin wurde, Jörmungand warf Odin in den Ozean und den Fenriswolf wurde nach Asgard gebracht und später, dank hilfe von Tyr, mit der Schlinge Gleipnir gefesselt.
Angrboda, die „Alte Frau vom Eisenwald” der Edda, wurde als Totengöttin bei den Danaans (Dänen) als Anu, Yngona, Nanna oder „Anna von den Engeln” verehrt (Walker 1993, S.39).
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| As |
(Ase) Männlicher Angehöriger der Asen (Aesir) |
| Asgard |
Asgard (Asgardr nord. „Asenwelt, -raum”, „Heim der Asen”) In der nordgermanischen Mythologie ist Asgard die Himmelswelt und Wohngebiet der Götter des Geschlechtes der Asen. Asgard ist eine Burg mit den Sälen Folkwang und Walhall und den Höfen Idafeld und Wingolf.
Asgard, das „bestgebautes Gebäude der Welt” genannt wird, liegt oberhalb bzw. westlich der Menschenwelt Midgard und der Riesenwelt Utgard. Die Brücke Bifröst verbindet Asgard mit Midgard, der Fluß Ifing trennt Asgard von dem Riesenland Jötunheim. Das Göttergeschlecht der Vanen wohnt in Wanaheim.
Im Zentrum von Asgard liegt eine große Halle für Versammlungen, Feste und Gericht mit zwölf Hochsitzen für die Götter. Von seinem Thron Hlidskialf überblickt Odin die ganze Welt.
In manchen Darstellungen ist Asgard ein Teil von Midgard und liegt somit nahe an den Menschen.
Zu Ragnarökkr werden auch Asgards mächtige Mauern einstürzen.
Der Bau Asgards Die Götter bedienten sich zum Auftürmen von Asgards mächtigen Mauern des Steinmetzen Hrimthurs. Dem war als Lohn für seine Arbeit die Hand der Freyja versprochen, außerdem sollte er Sonne und Mond erhalten.
Damit der Preis nicht entrichtet werde müsse riet Loki, dem Baumeister eine unmöglich scheinende Frist zu setzen. Nur wenn Hrimthurs binnen sechs Monaten fertig würde, solle er seinen Lohn erhalten. Der willigte ein, durfte sich aber von seinem wunderbaren Pferd Svadilfari helfen lassen.
Tatsächlich schien es, als würde Hrimthurs seinen Teil der Abmachung erfüllen - drei Tage vor Fristende waren alle Mauern erbaut, nur ein Torbogen fehlte noch.
Ein weiteres Mal sprang der listige Loki ein und verwandelte sich in eine Stute. In dieser Gestalt verführte er den Hengst Svadilfari und Hrimthurs säumte die vereinbarte Frist. Der als Stute verwandelte Loki, gebahr nach dieser Verführung des Hengstes Svadilfari den achtbeinigen Sleipnir, der später dann Odins treues Ross wurde. Wütend entpuppte sich Hrimthurs als Riese, den sogleich Thor mit seinem Mjöllnir zerschmetterte.
Die Geschichte vom Handel beim Bau Asgards ähnelt anderen Sagen, in denen davon berichtet wird, wie der Teufel dem Baumeister bei der Errichtung von Brücken oder Dombauten behilflich ist. Wird der Teufel am Einsetzen des Schlußsteines gehindert, so fährt er wütend zur Hölle, gelingt ihm der Bau in der vereinbarten Frist, fällt ihm die Seele des Baumeisters zu.

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| Ask und Embla |
Askr (Ask, nord. "Esche") und Embla (nord. "Ulme") In der nordgermanischen Mythologie waren Askr und Embla das erste Menschenpaar. Wie Adam und Eva in biblischer Überlieferung sind sie Ur-Ur-Eltern des gesamten Menschengeschlechts.
Askr und Embla wurden von den Asen Odin, Vil (bzw. Hönir) und Ve (bzw. Lodur) aus zwei vom Meer an den Strand geschwemmten Baumstämmen geschaffen. Odin gab ihnen Atem, Leben und Geist, Vili Verstand, Gefühle und Bewegung und von Ve Aussehen, Gesicht, Gehör und die Sprache.
Die Menschenwelt Midgard bekamen Askr und Embla von den Göttern zum Wohngebiet.
Auch im Anlaut erinnern Askr und Embla an die biblischen Adam und Eva (Jakob Grimm, Deutsche Mythologie Bd.III, S.162).
Im griechischen Mythos gelten die Eschennymphen als die, von welchen die Menschen entstanden.

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| Astrild |
Göttin der Liebe |
| Asynjur |
So werden die Göttinnen der Asen genannt, die hauptsächlich Frigg unerstellt sind. |
| Atla |
Göttin des Wassers und Tochter von Ran |
| Audhumla |
Audhumla (Audumbla, Audhumla, nord. „die Milchreiche”) In der nordgermanischen Mythologie die Urkuh der Urzeit. Audhumbla erschien zu Beginn der Schöpfung als erstes Tier aus der gähnenden Leere Ginnungagab, als aus dem Zusammentreffen von Eis und Feuer in Ginnungagap der tauende Urreif hervorging. Audhumbla beleckte mit ihrer Zunge das salzige Eis, bis Buri daraus zum Vorschein kam.
Audhumbla ist die Verkörperung der nährenden Kraft der Erde. Auch das erste Lebewesen, Ymir, nähren die vier Milchströme aus Audhumblas Euter.
Vergleiche Audhumbla und engl. autumn (Herbst).
Audhumbla wird mit der Rune Uruz in Beziehung gesetzt.

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| Auferstehung |
Aus dem Ozean wird nach Ragnarök eine neue Welt emporsteigen. Eine neue Sonne wird am Himmel scheinen und wird die Erde mit einem frischen Grün überziehen. Yggdrasil wird Früchte tragen und seine Wurzeln tief in der neuen Erde verankert haben. Einige Götter werden Ragnarök überleben. Es werden Odins Söhne Widar und Vali und Thors Söhne Magni und Modi sein. Auch Vil, der Bruder Odins, der einst zusammen mit Odin und Ve die Menschen und die Welt schuf, wird überleben. Aus dem untergegangenem Hel wird Baldr mit seinem geliebten Bruder Hödr wiederkehren. Sie werden eine Festung bauen, die größer und schöner ist, als Asgard es jemals war.
Auch die Menschheit wird überleben, da sich zwei Menschen vor dem grausigen Ereignissen in den Ästen von Yggdrasil verstecken können. Es werden Lif und Lifthrasir (Leben und Lebenskraft) sein. So wird der Fortbestand der Menschheit gesichert sein.
Die neue Welt wird sauber und rein sein. Es wird keinen Hass mehr geben.
Gemeinsam werden die übriggebliebenen Götter mit den Menschen leben, denn es wird ein allmächtiger Gott wiederkehren und herrschen. Ihn hat es schon immer gegeben und es wird ihn immer geben. Er wird keinen Namen haben. Dieser Gott hatte einst auch das Universum erschaffen.
In einigen Überlieferungen wird er auch Allvater genannt.
So werden sich denn Ende und Neuanfang begeben.

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| Aurboda |
Aurboda (nord. „Bieterin des Goldes”?) In nordgermanischer Mythologie eine Riesin. Sie gehört den Jötunn an.
Aurboda ist Gattin des Gymir und Mutter von Gerdr und Beli.
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| Aurgelmir |
Aurgelmir (Augelmir, nord. von aurr „feuchter Sand”, „der aus Sand geborene Brüller”) In der nordgermanischen Mythologie ein Urzeit- und Wasserriese.
Dieses älteste aller Lebewesen enstand aus den Schmelzwässern des urzeitlichen Gletschereises der eisigen Elivagar. Durch Aneinanderreiben seiner Füße zeugte er den Thrugdelmir, den Vater des Bergelmir, der mit seiner Frau als einziger Thurse eine Flut überlebte, die der Blutstrom seines von den Asen erschlagenen Großvaters Aurgelmir anschwellen ließ. Aus dem Schweiß der Achseln entsproß das erste Paar Lebewesen, Knabe und Mädchen (Edda, Wafthrudnirlied 33).
Aurgelmir ist wohl identisch mit Ymir, doch werden beide auch parallel genannt z.B. Edda, Wafthrudnirlied 21 und 29ff.). |
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